
audiobook
2 CD
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MP3
128 kbps
dedicated to walter benjamin.
audiobook.
mp3
103MB
deutsch.
Spannende Neuinterpretation verschollener Rundfunkgeschichten
Der Journalist Harald Wieser lässt Geschichten, die der 1892 geborene Philosoph Walter Benjamin einst fürs Radio schrieb, wieder aufleben. Die spannende und einfühlsame Lesung der Radiotexte über Kaspar Hauser, den Untergang von Pompeji, die Eigenarten von Hunden u.a. wurde im Dezember 2002 mit großem Erfolg von Radio Bremen gesendet. Kurzweilige und lehrreiche Hör-Reise in die Welt des Wissens, nicht nur für Kinder.

Vortrag von Fritz Güde zu Walter Benjamin 60 Jahre nach seinem Tod auf der Flucht vor den Nazis im September 2000
Benjamin hat seine letzten wichtigen Schriften verfasst in den Jahren 1938 und 1939. Er schrieb also aus einer Zeit der Windstille und der inszenierten Kirchhofsruhe heraus, die der nach 1989 in vielem entspricht. Umso wichtiger, die Hoffnungen des Hoffnungslosen zu bedenken, der sich für seine hinfällige Person vor sechzig Jahren im September 1940 schließlich dem Feind geschlagen geben musste.Es sollten vor allem herausgearbeitet werden die gemeinsamen Schnittmengen mit den im Juni vorgestellten Situationisten.
Solche wären aufzusuchen:
- im Willen, die Abgeschlossenheit der Teilbereiche des bürgerlichen Denkens aufzusprengen,
- in der Konzentration auf ein Leben außerhalb der Fabrik in den Straßen der Stadt als dem neuen Gehäuse der Arbeit,
- im Begriff eines die Menschen gefangen haltenden und verführenden Scheins. Es wäre zu überprüfen, welche Schnittmenge Benjamins Phantasmagorie mit dem Spektakel der Situationisten hat.
Benjamin hat seine Vorstellungen am Berlin und Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts entwickelt. Der Versuch scheint der Mühe wert, seine Kategorien auf ihre Brauchbarkeit für den »Krieg in den Städten« unseres Jahrhunderts hin näher anzuschauen.
271MB
Constant Bitrate: 256kbps
ungekuerzt
deutsch
Parlando
Andreas Ammer: Die Benjamin Loops
Komposition: Roman Bunka
Realisation: Andreas Ammer/Roman Bunka
BR 1992
Länge: 54’32
„Die Revolution ist das Erwachen“, sagt Benjamin und schluckt 1940 an der spanischen Grenze auf der Flucht vor den Deutschen 35 Morphiumtabletten. Der Tod durch Atemdepression tritt 24 Stunden später ein. „Die Benjamin Loops“, O-Ton-Oper und Manifest zugleich, rekonstruieren unter Mitwirkung zahlreicher Fachgelehrter Walter Benjamins letztes, prophetisches Delirium. Sie wollen: „Die Kultur der technischen Reproduzierbarkeit reproduzieren“ – das heißt: Die Musik der Benjamin-Leser, der 68er Pop, wiederholt sich ins Unendliche. Es betätigen sich von Adorno bis Bloch alle Mitglieder der Philosophen-Band auf ihren hinterlassenen „Benjamin-Tapes“ als Erinnerungskünstler: Lenin und Chaplin singen im O-Ton aus dem Jenseits herüber und Heiner Müller und Laurie Anderson erzählen melancholisch von der Revolte. Weil aber Benjamin gar nicht wirklich gestorben ist, können wir Lieder davon singen, wie ihn als CIA-Agenten eine schwarze Limousine an der spanischen Grenze abgeholt hat, und wie kompliziert er heute noch im Copy-Shop seine Aufsätze reproduziert. Der Engel der Geschichte schüttelt rückblickend sein Haupt und ruft: „Vergesst Benjamin!“.
Mit Rufus Beck, Leo Bardischewski, Joachim Höppner, Krista Posch, Fred Frith
Andreas Ammer, geb. 1960, Journalist und freier Autor für Hörfunk und Fernsehen. BR-Hörspiele u.a. Orbis Auditus (1990, Hörspiel des Jahres), Apocalypse Live (gemeinsam mit FM Einheit und Ulrike Haage, 1994, Hörspielpreis der Kriegsblinden, Prix Italia), Eigentum am Lebenslauf. Das Gesamte im Werk des Alexander Kluge (mit Console, 2007), Sehe dich Istanbul, meine Augen geschlossen (mit Saam Schlamminger, 2008).